Der Merkurtransit am 07. Mai 2003

beobachtet in der Sternwarte Herne


Vor Sonnenaufgang verziehen sich die letzten Nebelschwaden über den Teichen im Dorneburger Park im Süden. Nebelschwaden vor Sonnenaufgang
die Teleskope im Hof sind bereit Alle Geräte sind einsatzbereit. Neben den Bäumen gibt es diesmal noch andere Spielverderber: die reichlich vorhandenen Kühltürme.
Ausgerechnet hinter solch einem Warmluft- und Feuchtigkeitsverbreiter steigt die Sonne empor. Das Seeing ist dementsprechend miserabel. Merkur ist erst deutlich nach dem 2. Kontakt schemenhaft zu sehen. Merkur nach 2. Kontakt
Merkur nach 2. Kontakt

Erst einige Minuten später wird Merkur besser erkennbar.

Diese und die nachfolgenden Aufnahmen entstehen fokal am 5"-Refraktor, der allerdings durch den Glassonnenfilter auf ca. 110 mm abgeblendet wird.

In der Kuppel entsteht mit der Violau-Video-CCD-Kamera (Projekt von Michael Anton von 1995) ein 5 1/2 stündiges Video mit dem gesamten Transit, anfangs fast formatfüllend durch einen 80 mm f/5 Refraktor, später in einem Ausschnitt durch ein C8 bei f/10. Die Teleskope in der Kuppell
Bilder vom Tag der offenen Tür Am 5"-Refraktor werden Fokalaufnahmen auf Diafilm gemacht, später mit Telekonverter bei 3 m Brennweite.
Vor der Sternwarte sind weitere Teleskope aufgebaut. Auf 2 festen Säulen sind ein 127 mm Refraktor (Fokalfotografie) samt Russentonne zur visuellen Beobachtung und ein 100 mm Refraktor zur Sonnenprojektion aufgebaut. Die anderen Teleskope im Hof
Merkur kurz nach der Hälfte des Transits Durch unseren 8"-Dobson (mit Baader Sonnenfilterfolie) werden die besten visuellen Beobachtungen gemacht. Samtschwarz hebt sich die kleine Merkurscheibe von der Sonnengranulation ab. Der große Sonnenfleck nahe der Sonnenmitte steht in einem deutlichen Kontrast zur deutlich schwärzeren Merkurscheibe. Außerdem ist der Rand des Merkurs scharf begrenzt, im Gegensatz zum ausgefransten äußeren Rand der Penumbra.
Im Vortragsraum ist das Videobild der CCD-Kamera gleichzeitig auf einem großen Fernsehbildschirm live zu verfolgen. Dies wird unter anderem von einer Kindergartengruppe genutzt, die unter fachkundiger Anleitung dieses Ereignis begeistert miterlebt.
Während der ganzen Zeit ist der Himmel mehr oder weniger frei von Wolken. Fisheyeaufnahme
Kurz vor Ende der Bedeckung Kurz vor Ende der Bedeckung.


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Erstellt am 17.05.2003 durch Bernd Brinkmann
letzte Änderung: 24.05.18 BK